Maya


Maya – meine große Lehrerin, mein Seelenpony

 

Die Geschichte von Maya hier zu schreiben, ist mir eine Herzensangelegenheit. Ohne die Möglichkeit der Kommunikation, hätte ich nicht zu ihr gefunden. Von ihr konnte ich so viel lernen. Sie hatte sich nie aufgegeben und ist ganz gradlinig ihren Weg gegangen. Jeden Sonnenstrahl, jeden Grashalm und jede Möhre hat sie ganz und gar genossen. Sie hat die pure Lebensfreude ausgestrahlt, obwohl sie sehr sehr krank war.

 

Das Schicksal hat mich im Dezember 2012 zu einem Pferdehändler geführt. Dort stand sie auf einer Koppel, völlig abgemagert und im höchsten Grade dämpfig. Das Atmen fiel ihr so schwer, dass es sie am fressen hinderte. Ich war entsetzt bei ihrem Anblick und  rief unseren Tierarzt an, schilderte ihm die Situation und bat ihn zu kommen um sie zu erlösen. Er meinte aber, ich solle sie heim bringen, wir bekämen das hin. Ich setzte mich auf den gefrorenen Boden und weinte. Da kam sie zu mir, drückte sanft ihre Nüstern an meine Wange und sagte : „Eh du, ich will nicht sterben!“ Ich sah in ihre klugen Augen und handelte sofort. Da an diesem Tag starker Schneefall gemeldet war, musste ich sie noch an dem Abend abholen. Also fuhr ich heim und mitsamt Familie und Hänger wieder zu dem Händler. Sie wusste dass wir kommen und hat uns schon erwartet. Ohne Halfter lief sie in den Hänger und auch daheim angekommen, ging sie, als ob sie immer schon hier daheim gewesen wäre in den Stall.

Es folgten Wochen des Bangens. Der Tierarzt kam sehr oft und wir versuchten ihr das Atmen so gut es geht zu erleichtern. Sie hatte gute Tage, an denen sie durch den Garten ging und keine Probleme hatte, sich zu bewegen. Sie ging durch meinen allerheiligsten Staudengarten ohne eine Blume zu zertreten und liebte es sich unter die Balkontür zu stellen, dann war sie uns ganz nah. Dort stand sie auch wenn es ihr nicht gut ging. Mir hat es oft fast das Herz zerrissen wenn sie so dort stand und nach Luft schnappte. Dann dachte ich daran sie gehen zu lassen aber sie sagte , dass alles wieder gut wird und so war es auch.

Einmal musste der Tierarzt samstags kommen, ich hatte eigentlich ein Tierkommunikationsseminar, Maya stand in ihrem Garten und ich heulte schon wieder, weil ich dachte diesmal würde sie es nicht schaffen. Der Tierarzt schaute ihr in die Augen und meinte:“ Das kriegen wir wieder hin“ Maya schaute mich an: „ sag ich doch“. Sie bekam ihre Spritzen und als der Tierarzt ging, drehte sie sich zu ihm und sagte: „ Was für ein toller Mann“. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie die Teilnehmer des Kurses gelacht haben als ich das erzählt habe.
 

Sie hatte es auch einmal geschafft, mich ernsthaft wütend zu machen. Sie bekam Akupunktur und stand ganz still. Unsere Katze Simba kam dazu und strich mir um die Beine. Maya mochte keine Katzen und Hunde. Simba steuerte das Hinterbein von Maya an, um auch darum zu streichen. Ich war gerade dabei Simba zu sagen, dass sie das besser lassen sollte, da zielte Maya und traf Simba so, dass sie im hohen Bogen durch den Garten wirbelte. Zum Glück hat sie nur einen Schrecken davon getragen. Ich war so wütend und sagte Maya, dass sie sich an Regeln halten muss wenn sie hier lebt und dazu gehört auch die kleinen Tiere in Ruhe zu lassen. Sie hielt sich daran und ich musste mir oft das Lachen verkneifen, wenn Maya neben einer Katze oder einem Hund stand und ein grimmiges Gesicht machte, unter voller Anstrengung sich zu beherrschen.

Wir haben viele schöne Momente mit ihr erlebt. Ich habe immer ihren Willen bewundert und von ihr gelernt wie wertvoll es ist, das Leben zu genießen und wie wichtig es ist, für das was man will, zu kämpfen. Sie wollte noch einmal geliebt werden, sagte sie, bedingungslos geliebt werden. Das haben wir, die ganze Familie.

Sie wolle im Sommer gehen, meinte sie mal, allein. Ich sagte ihr, dass ich ihr gerne zur Seite stehn würde, aber das wollte sie nicht. Und dann kam der Tag, sie ging so unverhofft aus unserem Leben, wie sie in unser Leben kam. Es war ein sehr heißer 07. Juni 2014. Ich war mit meinem Mann einkaufen, als ich plötzlich keine Luft bekam. Nicht lange, vielleicht eine halbe Minute. Danach war ich so seltsam ruhig. Als wir daheim waren wusste ich warum ich das verspürte. Maya lag friedlich auf dem Reitplatz und war tot. Sie ging, wie sie es gesagt hatte. Der ganze Garten war von ihrer Energie überströmt, ich hatte das Gefühl es läge ein großer Umhang aus regenbogenfarbenen Licht über uns, mit einem Gefühl aus tiefer Liebe und Dankbarkeit.
 

Maya ist mir über ihren Tod hinaus treu geblieben. Ich denke oft an sie und versuche ihr Lebensmotto zu leben.
 

Danke, dass du in mein Leben getreten bist Maya.

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